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Jahresbericht 2025

Suche das Gespräch

ensa – Erste Hilfe für psychische Gesundheit ist das nationale Schulungsprogramm von Pro Mente Sana, mitinitiiert und unterstützt von der Beisheim Stiftung. Die Kurse befähigen Menschen, psychische Belastungen früh zu erkennen, das Gespräch zu suchen und Betroffene unvoreingenommen zu unterstützen.

  • Zusammenfassung in einfacher Sprache

Autorin: Svenja Sutter

2025 wurden über 800 ensa Kurse durchgeführt – dabei verzeichneten wir mehr als 10’000 Teilnehmende. Seit 2019 haben insgesamt 42’700 Personen in der Schweiz einen ensa Kurs besucht. So entsteht ein wachsendes Netzwerk von Menschen, die Warnsignale ernst nehmen und offen das Gespräch suchen, wenn jemand Unterstützung braucht. ensa leistet einen wichtigen Beitrag zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen. In den Kursen wird Wissen vermittelt, Unsicherheit abgebaut und der Mut gestärkt, über Belastungen zu sprechen.

Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz: Früher hinschauen. Früher ansprechen.

Psychische Gesundheit ist ein zentraler Erfolgsfaktor für Unternehmen. Dennoch bleiben psychische Belastungen im Arbeitsumfeld häufig ein Tabuthema. Viele Mitarbeitende leiden im Stillen. Führungspersonen haben hier eine Schlüsselrolle: Wer Belastungen früh erkennt und anspricht, stärkt Vertrauen, Gesundheit und Arbeitsfähigkeit im Team.

Mit der Kampagne «ensa Voices», die wir 2025 lanciert haben, zeigen wir, wie Unternehmen psychische Gesundheit aktiv in ihrer Kultur verankern. Stimmen aus Organisationen wie Denner, Baloise oder der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) verdeutlichen, wie ensa Sicherheit vermittelt und wie offene Gespräche das Arbeitsklima nachhaltig verbessern.

  • «Nach dem ensa Kurs fühle ich mich deutlich sicherer, Verhaltensänderungen bei Mitarbeitenden zu erkennen und diese angemessen anzusprechen. Ich habe keine Angst vor einem Erste-Hilfe-Gespräch mit einer psychisch belasteten Person.» Manuel Reber, Leiter Verkauf Zentralschweiz, Denner

Auch auf Ebene des betrieblichen Gesundheitsmanagements zeigt sich der Nutzen. «Der ensa Kurs schliesst eine wichtige Lücke: Er befähigt Mitarbeitende, zu erkennen, wenn es Kolleginnen und Kollegen nicht so gut geht, und gibt ihnen das Vertrauen, dies anzusprechen», erklärt Simon Feuz, Leiter BGM bei Baloise im Video.

Erste Hilfe für psychische Gesundheit leisten zu können, ist heute relevanter denn je. Jede*r zweite Mitarbeitende erlebt im Laufe des Arbeitslebens psychische Belastungen. Zwei von drei Betroffenen erhalten nicht die Unterstützung, die sie bräuchten. Wer früh hinschaut und das Gespräch sucht, kann entscheidend dazu beitragen, Menschen in schwierigen Situationen beizustehen.

ensa Voices - Denner

ensa – wertvoll für Unternehmen, Schulen und Privatpersonen

Auf Menschen mit psychischen Herausforderungen können wir in verschiedenen Lebenssituationen treffen: im Job, in der Schule, in der Familie oder im Freundeskreis. ensa trägt dazu bei, dass Warnsignale wahrgenommen werden und das Gespräch gesucht wird. So entsteht Halt und Orientierung – genau in den Momenten, in denen Menschen diese Unterstützung besonders brauchen. 2025 haben wir auch einen besonderen Fokus auf Schulen gelegt, um Jugendliche früh zu unterstützen: Rund 50 % der psychischen Erkrankungen beginnen vor dem 18. Lebensjahr. Jugendliche sind besonders verletzlich. Die Förderung ihrer psychischen Gesundheit ist essenziell. Im Rahmen einer Ausschreibung für Deutschschweizer Schulen, die durch Fördergelder der UBS Optimus Foundation unterstützt wird, werden Lehrpersonen und weitere schulinterne Vertrauenspersonen im Jahr 2026 mit dem ensa Kurs «Fokus Jugendliche» geschult. Sie lernen, Belastungen früh zu erkennen und das Gespräch zu suchen, um Jugendliche zu unterstützen. Danach besuchen ihre Klassen den ensa Kurs «Teens», in dem sie selbst lernen, wie sie auf Gleichaltrige zugehen können, bei denen sie Belastungssymptome erkennen.

So trägt ensa dazu bei, den Impuls «Suche das Gespräch» in verschiedensten Lebensbereichen konkret umzusetzen und ein Umfeld zu schaffen, in dem psychische Gesundheit sichtbar wird und niemand allein gelassen bleibt.

Mehr Informationen über unser Programm ensa: ensa.swiss.

 

Zusammenfassung in einfacher Sprache

Was ist ensa?

ensa ist ein Kurs von Pro Mente Sana. Menschen lernen dort, wie sie psychische Probleme bei anderen erkennen.

Was Menschen lernen

Sie lernen auch, wie sie ein Gespräch beginnen können. Viele Menschen haben schon einen Kurs besucht. Sie wissen danach besser, wie sie helfen können.

Warum das wichtig ist

Psychische Probleme sind oft kein Thema. Viele Menschen sprechen nicht darüber. ensa hilft, offener darüber zu sprechen. Das ist im Alltag wichtig. Zum Beispiel bei der Arbeit, in der Schule oder zu Hause. Dort kann es Menschen geben, denen es nicht gut geht. Auch Jugendliche können Kurse besuchen. ensa hilft, dass Menschen Unterstützung bekommen und sich nicht allein fühlen: ensa.swiss

3 konkrete Anregungen, wie Sie das Gespräch suchen können:

  • Wenn Sie sich freuen oder es Ihnen schlecht geht: Mit wem sprechen Sie darüber? Wer hört Ihnen zu?
  • Wann haben Sie zuletzt jemanden aus Ihrem Freundeskreis oder Ihrer Familie gefragt, wie es ihnen wirklich geht?
  • Welche Gedanken drehen sich bei Ihnen schon lange im Kreis und binden Ihre Energie? Tauschen Sie sich mit anderen aus oder neigen Sie dazu, Belastungen für sich zu behalten?

Mehr Tipps zu «Suche das Gespräch» finden Sie bei «Wie geht's dir?» unter Gespräch suchen.

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Jahresbericht 2025 lesen.

Jahresbericht 2025

Der Jahresbericht der Stiftung Pro Mente Sana thematisiert die wichtigsten Ereignisse im Jahr 2025 und gibt Einblicke in unsere Arbeit. Als nationale Fachorganisation setzen wir uns auf verschiedenen Ebenen für die Stärkung der psychischen Gesundheit ein.

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