Politik
04.06.2026
Behindertensession 2026
Am 21. Oktober 2026 findet im Bundeshaus die zweite Behindertensession statt. 44 gewählte Vertreter*innen bringen dort Anliegen von Menschen mit Behinderungen ein.
Die Behindertensession ist ein politisches Beteiligungsformat für Menschen mit Behinderungen. Die 44 Sitze entsprechen symbolisch 22 Prozent der Sitze im Nationalrat – und damit dem Anteil von Menschen mit Behinderungen in der Schweizer Bevölkerung. Organisiert wird die Behindertensession von Pro Infirmis im Rahmen von Forum22.
Die erste Behindertensession fand 2023 statt. Sie machte Anliegen von Menschen mit Behinderungen sichtbar und führte zu einer Resolution mit Forderungen nach einer stärkeren politischen Teilhabe. Im Anschluss wurde im Parlament unter anderem das Postulat 24.3001 (Prüfung von Massnahmen zur Verbesserung der politischen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen) eingereicht, mit dem Massnahmen zur Verbesserung der politischen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen geprüft werden sollen.
Vertreter*innen von Themen rund um psychische Beeinträchtigung
In den letzten Wochen konnten Menschen mit einer Behinderung ihre Kandidatur einreichen. Während der Wahlphase konnte man 3 Stimmen für die rund 200 Kandidierenden abgeben. Unter den Gewählten sind auch Personen vertreten, die sich mit Themen rund um psychische Beeinträchtigungen befassen. Dazu gehören unter anderem Ladina Bosshard, Marc Bourquin, Silvio Koelbing, Evelin Meierhofer, Elena Retica und Simone Tuena-Küpfer. Sie bringen unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven ein und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur politischen Diskussion. In den kommenden Monaten bereiten die gewählten Personen die Inhalte der Session vor, bevor die Behindertensession am 21. Oktober 2026 im Bundeshaus stattfindet.
Die Behindertensession bietet die Gelegenheit, Anliegen von Menschen mit Behinderungen sichtbar zu machen und in politische Prozesse einzubringen. Mehr zur Behindertensession und zu allen 44 Vertreter*innen finden Sie auf der Website von Pro Infirmis.