Was ist ein Peer?

Als Peer oder Expert*in aus Erfahrung werden Personen bezeichnet, die psychische Erkrankung und Gesundung erlebt und in einer Weiterbildung reflektiert haben. Ihre Erfahrungen teilen sie mit anderen Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen.

Was ist ein Peer?

Peers zeichnen sich durch ihr Erfahrungswissen aus, welches sie in die Gesundheitsversorgung einfliessen lassen. Sie haben in einer Weiterbildung gelernt, ihre persönlichen Erfahrungen mit der eigenen Erkrankung zu reflektieren, diese als Ressource einzusetzen und ihr Wissen zu erweitern.

Expert*innen aus Erfahrung bilden das Bindeglied zwischen Fachperson und Betroffenen, tauschen sich auf Augenhöhe aus und können authentisch Hoffnung vermitteln.

Tätigkeitsfelder

Peers arbeiten in psychiatrischen Kliniken, in ambulanten und aufsuchenden psychiatrischen Diensten, in Tageszentren, Wohn- und Arbeitsangeboten, Beratungsstellen oder IV-Stellen. Sie leiten Selbsthilfegruppen, trialogische Veranstaltungen oder Recovery-Gruppen oder bauen diese auf. Sie arbeiten in der Forschung oder Qualitätssicherung mit.  

Im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit halten sie Vorträge, Referate, leiten Workshops und schreiben Artikel. Sie leisten Aufklärungsarbeit und setzen sich für die Entstigmatisierung «psychischer Erkrankung» ein. Sie sind in Schulprojekten tätig oder als Dozent*innen an höheren Fachschulen oder Fachhochschulen.

Peers arbeiten auch auf selbständiger Basis und bieten Einzelbegleitungen von Betroffenen oder Angehörigen an. Der Einsatz von qualifizierten Peers ist vielfältig. Die Auflistung ist deshalb nicht abschliessend.

Praxisempfehlungen zur Anstellung von Peers in Institutionen

Diese Broschüre entstand in Kooperation mit: Verein PRIKOP, Stiftung Pro Mente Sana, Verein EX-IN Schweiz, Fachverband Peer+

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Erfahrungsberichte von Peers

Lebensgeschichte von Henry Hohmann, Trans Mensch, Bericht im Kontext #04 2/2020 (PDF, 2 Seiten)

«Wenn der Weg das Ziel ist, dann bin ich ja bereits da!» Noémie Walser, Bericht im Kontext #03 1/2020 (PDF, 1 Seite)

Psychische Beeinträchtigung im Berufsleben, Anne Beyme/Miriam Steck, Bericht im Kontext #02 2/2019 (PDF, 4 Seiten)

«Recovery ist schön, macht aber viel Arbeit», Michaela Amering, Bericht im pms aktuell 2/13 (PDF, 3 Seiten)

Experten aus Erfahrung am psychiatrischen Dienst Emmental, Doris Blank, Bericht im pms aktuell 2/13 (PDF, 1 Seite)

Als Betroffenenvertreterin in der Pflegeforschung, Andréa Winter, Bericht im pms aktuell 2/13 (PDF, 1 Seite)