Editorial
2025 hat viele Menschen psychisch stark gefordert. Druck, Krisen, Kriege und wirtschaftliche Unsicherheiten haben Spuren hinterlassen. Das zeigt sich in der hohen Nachfrage nach unseren Angeboten, im nationalen Gesundheitsbericht und in der steigenden Zahl der IV-Neurenten. Unser Engagement – von der Beratung einzelner Menschen bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit – trägt dazu bei, Leid zu reduzieren und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Frühzeitiges Handeln stärkt nicht nur einzelne Personen, sondern entlastet langfristig das System.
Als nationale Fachorganisation übernehmen wir eine zentrale Rolle in der Früherkennung und der Ersten Hilfe für psychische Gesundheit. Wir beraten kostenlos und niederschwellig, vertreten die Anliegen von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und bringen ihre Perspektiven in Politik und Öffentlichkeit ein. Mit der Kampagne «Wie geht’s dir?», die wir im Auftrag von Gesundheitsförderung Schweiz gemeinsam mit den Deutschschweizer Kantonen umsetzen, sensibilisieren wir zudem für die Pflege der psychischen Gesundheit. Seit Mitte Jahr stehen sechs Impulse zur Stärkung der psychischen Gesundheit im Mittelpunkt. Sie bieten konkrete Anregungen, wie jede*r die eigene psychische Gesundheit pflegen kann. In diesem Jahresbericht dienen sie uns dazu, zentrale Ereignisse des Jahres zu skizzieren und Einblick in unsere Angebote und Arbeit zu geben.
Das Jahr 2025 brachte auch im Stiftungsrat Veränderungen: Unser langjähriger Präsident Thomas Ihde hat sein Amt abgegeben. Matthias Jäger wurde zum neuen Präsidenten gewählt. Wir danken Thomas Ihde herzlich für sein engagiertes Wirken und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Matthias Jäger, der mit seiner Fach- und Praxisexpertise ideale Voraussetzungen für das Präsidium mitbringt. Ich wünsche Ihnen eine bereichernde Lektüre und danke Ihnen für Ihr Interesse und Ihre Verbundenheit mit unserer Stiftung.
Muriel Langenberger